Motivation
veröffentlicht am: 24. Juni 2020
verfasst von: Daniel

Wieder eine motivierte Erzieherin werden – 10 Tipps

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  1. Erwarte nicht, dass du Prinzipien findest, die dir das Erziehen leicht machen. Aber bleib auf der Suche danach. In der Erziehung gibt es selten Rezepte, Gesetze pauschale Lösungen. Aber lass dich deswegen nicht davon abhalten, aus erlebten Situationen zu lernen, Dinge ausprobieren, zu modifizieren und zu hinterfragen. Bleib neugierig, behalte das Staunen – so wie die Kinder.
  2. Schreib auf, welcher Umstand dich davon abhält, als Erzieherin so gut zu sein, wie du sein willst. Und dann benutze diesen Grund nie wieder als Ausrede, nicht damit anzufangen. Wenn deine Leitung dich nicht so agieren lässt, wie es deinen pädagogischen Idealen entspricht: Dann finde Wege, in dieser deiner Situation, deine pädagogische Arbeit noch etwas besser zu machen. Wenn die chronische Unterbesetzung dir so wenig Zeit lässt, sich wirklich um einzelne Kinder zu kümmern, wie du es dir wünschst: Dann gib nicht darum auf – nur weil die Personalsituation ein so nachvollziehbares Argument für deine Resignation ist.

    Richtig gut sein trotz richtig schlechter Bedingungen

  3. Hab eine kleine Tafel Schokolade in deinem Fach. Wenn du mal nicht mehr kannst, dann… gib sie den Kindern… und geh raus, hol dir einen Kaffee und eine große Tafel Schokolade.
  4. Sprich mit Stolz über deinen Beruf. Und sprich auch mal nicht über deinen Beruf. Du hast so viele Stories, Anekdoten, Biografien. Du erlebst so viel Emotionales, Lustiges, Relevantes. Falls dir das nicht bewusst ist, dann such diese Momente in deinem Arbeitsalltag und teile sie mit den Menschen, die dir nahe sind. Du wirst sehen, dass viele Freunde im Vergleich zu dir einen ziemlich langweiligen Beruf haben. Achte darauf, was es mit deiner Motivation macht, wenn du mit bestimmten Leuten gesprochen hast. Wurde deine Resignation gefestigt? Oder bist du danach motiviert, die Verantwortung für die Qualität deiner pädagogischen Arbeit selbst in die Hand zu nehmen? Such dir für den Austausch über deine Arbeit (natürlich auch für alle anderen Dinge wie Beziehung, Zukunftsplanung…) Gesprächspartner, die dich voranbringen.
  5. Wenn jemand meint, eine gute Erzieherin zu sein, sei leicht, dann lad ihn in deine Einrichtung ein. Erziehung ist schwer, auch wenn manche Ratgeber es gaaaaanz einfach erscheinen lassen, wenn man nur klare Grenzen setzt oder einfach demokratisch erzieht oder schlicht seine Kinder „artgerecht“ hält – es gibt augenöffnende Hinweise in all diesen Ratgebern, aber Erziehen wird nicht einfach werden. Niemals. Denn wir begegnen uns in der Erziehung immer wieder selbst – und Selbstkonfrontation ist niemals leicht. Das berührt schon den 6. Punkt:
  6. In deinem Beruf ist berufliche Weiterentwicklung auch persönliche Weiterentwicklung. Wie genial ist das denn!
  7. Finde etwas, was deinen Geist einmal pro Tag zur Ruhe bringt. Nur so kannst du dich effektiv reflektieren – eine wesentliche Fähigkeit einer guten Erzieherin. Mach sowas wie Meditation, Atemtechniken, Yoga. Netflix, Rauchen und Kaffee gilt nicht.
  8. Lerne mindestens eine Sache pro Tag. Leg dir nach dem Frühstück ein leeres Blatt Papier auf den Küchentisch (oder besser vor dem Frühstück, dann ist es noch nicht so hektisch und du vergisst es nicht so leicht). Wenn du nach der Arbeit nach Hause kommst, schreib auf, um welches Wissen, welche Erfahrung, welche Selbsterkenntnis du nun reicher bist als noch beim Frühstück. Eine Sache, die du gelernt – von Kindern, von Kollegen, von Eltern, einem Youtube-Video, einem Blog… Schreib es auf. Und sammle deine Notizen. Vielleicht stiftest du auch einen Kollegen oder eine Kollegin an, das gleiche zu tun. Ein schöner Anlass für einen anregenden Austausch.
  9. Mach dir immer wieder klar, wie wichtig du mit deiner Arbeit bist – für die einzelnen Kinder, aber auch für die ganze Gesellschaft. Erzieherinnen legen das Fundament für eine Generation, die gewaltige Herausforderungen zu bewältigen hat. Medien, Umwelt, Soziales – kaum ein Bereich der Gesellschaft, der nicht ein verändertes Bewusstsein, Verantwortungsübernahme und Mut erfordert.
  10. Tausch dich aus. Finde andere ErzieherInnen, bilde dich fort, lies, vernetz dich! Pädagogik ist so spannend! Lass nicht die Jahre vergehen, ohne dass du vorankommst.

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Anji Play – Selbstreflexion mit Smartphone-Hilfe

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Mund zu, Augen auf und PLAY. Das freie Spiel ist das Wichtigste. Und der Play-Button für die Video-Aufzeichnung. Mit all ihrer Aufmerksamkeit und mit dem Smartphone beobachten die Erzieherinnen und Erzieher die Kinder. Und reflektieren dann gemeinsam ihr Spiel-Erlebnis.

Fachtexte lesen ist schon mal gut.