In unzähligen Unterrichtsstunden, Praxisbesuchen und Beratungsgesprächen habe ich gemerkt, dass es zwei Typen von Erzieherinnen und Erziehern gibt:

Manche bringen viel mit: viel Talent, viel Erfahrung, viel Intelligenz… und manche nicht so viel. Aber das macht nicht den großen Unterschied. Der wesentliche Unterschied ist:

Die einen sparen ihre Ressourcen. Sie geben 70 Prozent. Sie wollen gute Erzieherinnen sein, aber sie fahren mit angezogener Handbremse durch die Kita.

Und die anderen bringen sich selbst ein, mit allem was sie haben und sind. Sie lassen sich ein auf die Kinder, die Situationen und Emotionen und nutzen die Empathie, die Fähigkeiten, das Talent, das ihnen gegeben ist. Sie geben 100 Prozent. Wenn sie ein Kind beobachten, einem Kind zuhören oder mit den Eltern sprechen: Sie sind voll präsent, obwohl es in der Kita wimmelt vor Ablenkungen. Sie warten auch nicht auf die perfekte Situation. Die wird es nämlich nie geben.

Wenn ich meine eigene Kita hätte, DANN würde ich… wenn ich nicht ständig so viel Zeit mit Dokumentation und unnützen Gesprächen mit den Eltern verbringen müsste,  DANN würde ich… Oder es ist die Gruppenleiterin, die so andere Vorstellungen hat, dann hat Mika was. Kommt der klar, brüllt Jari. Ist es nicht Jari, ist es Greta. Sind alle Kinder ruhig, dann ist es die Kita-Leitung. Es gibt immer etwas! Ist es nicht die Leitung, sind es die Eltern, die Räume, die Medien, die gesamtgesellschaftliche Entwicklung, der Träger, die Kollegen. Aber Gründe zu finden, ist keine Kunst, kein Talent.

Wofür steht Nike? – Just do it. Wofür steht McDonald´s? – Ich liebe es. Wofür stehst du? Was kommt den Kindern in den Sinn, wenn sie an dich denken?