Nur eine Kindheit pro Person

Und wenn die gut läuft, stehen die Chancen auf ein Leben, in dem man sein Potential für seine Umwelt entfaltet, recht gut. Für manche Kinder besteht das „Gute“ in der Kindheit hauptsächlich in der Kita, in der sie oft mehr Zeit verbringen als mit den Eltern. Darum ist eine herzliche Beziehung der Erzieherinnen und Erzieher zu den Kindern ein Schlüssel. In einem Moment, in dem es sich gar nicht liebenswert fühlt, mitfühlend zu verstehen, kann ein Kind sich öffnen lassen, zu sich selbst, zu seinen Freunden und den Erwachsenen.

Nur eine Kindheit pro Person

Scheitern – ohne geht’s nicht 

…sagt Klaus Zierer, Professor für Erziehungswissenschaften. Darum ist es für Erzieherinnen und Erzieher so essentiell, sich vom Scheitern herausfordern zu lassen, sich auf Situationen einzulassen und immer Neues auszuprobieren.

Gefühle fühlen lassen

Das Ziel ist ja nicht, dass das Kind aufhört zu weinen, sondern dass es getröstet ist –  ein großer Unterschied. Worin besteht Trost – zunächst im Sich-verstanden-Fühlen. Es geht also zunächst nicht darum, dass das Kind sich besser fühlt, sondern dass ich so fühle wie das Kind. 100 Prozent Empathie.

Dich deine Gefühle fühlen lassen

Sozialpädagogik ist unmöglich

…so scheint es manchmal. Denn sobald man eine sozialpädagogische Erkenntnis verabsolutiert, verliert sie ihren Wahrheitsgehalt. So kann man z.B. nicht sagen: „Kinder brauchen Grenzen“ und dies zur absoluten Wahrheit ausrufen. Denn der Satz „Kinder brauchen Freiheit“ muss Widerstand leisten. Sozialpädagogische Erkenntnis besteht in der Auseinandersetzung, im Einlassen auf Situationen. Und das kann nur bedingt verallgemeinert und auf andere Situationen übertragen werden. Darum sind pädagogische Ratgeber oft leicht zu lesen, aber in der Praxis können sie es einem nicht abnehmen, aus den teils widersprüchlichen Argumenten die für die spezifische Situation richtige Entscheidung zu treffen.

Erkenne dich selbst

Selbsterkenntnis, die Basis der Persönlichkeitsentwicklung. Und damit auch der Grundstein für den Aufbau tragfester Beziehungen. Für Erzieherinnen ist es also Lebensaufgabe und Professionalisierung zugleich, sich selbst mehr und mehr zu verstehen. Wie? Durch Austausch mit anderen Erzieherinnen und Erziehern sowie vertrauensvollen Umgang im Team.

Bereit sein für das, was sich mit dir ereignen will

Wenn wir bekommen, was wir brauchen, aber nicht, was wir wollen, liegt das manchmal an zu geringer Bereitschaft und Offenheit für das, was das Leben für uns bereithält. Das kann man als bedrohlich empfinden, jedoch auch als eine wunderbare Dynamik, die unsere Persönlichkeitsentwicklung antreibt. Erzieherinnen und Erzieher erkennen, was sich im Leben der Kinder ereignen will und unterstützen sie darin, bereit für die nächste Etappe zu sein.

Was zählt ist wer du bist, nicht was du sagst

Modell-Lernen ist für Kinder im Kita-Alter die wichtigste Art zu lernen. Albert Bandura erkannte, dass die meisten menschlichen Verhaltensweisen durch Beobachtung und Nachahmung von Vorbildern erlernt werden. Von welche Vorbildern habe ich gelernt? Mit welchen meiner Verhaltensweisen möchte ich den Kindern, die ich begleite, ein Modell sein?